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Versuche

Nachweis von Salicylsäure

Zielsetzung

Mit diesem Versuch lernst du eine Möglichkeit kennen, wie du Salicylsäure nachweisen kannst.

Hinweise zum Experiment

Damit in Chemie bzw. beim Experimentieren keine Unfälle passieren, musst du auf die Sicherheit achten. Die Sicherheit ist immer wichtig, wenn du in einem Fachraum oder Labor bist. Bitte beachte bei allen Experimenten die Hinweise zur Sicherheit im Labor.

CC-BY-NC 4.0 / Joachim Herz Stiftung; Hanne Rautenstrauch
Abb. 1 Versuchsmaterial Nachweis von Salicylsäure

Material

  • 2 Reagenzgläser
  • Reagenzglasständer
  • 2 Spatel
  • Pipette

Chemikalien

  • Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung
  • Salicylsäure
  • Stearinsäure (oder eine andere einfache Carbonsäure) (Abb. 1)
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Edukte

Stoffname Summenformel Gefahrenhinweise
Eisen(III)-chlorid \(\ce{FeCl_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H318: Verursacht schwere Augenschäden.
P280: Augenschutz/Gesichtsschutz tragen P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Mund ausspülen. P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305+P351+P338+P310: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
Link zur GESTIS-Stoffdatenbank
Salicylsäure \(\ce{C_7H_6O_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung GHS08 - Systemische Gesundheitsgefährdungen
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P330+P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
Link zur GESTIS-Stoffdatenbank
Stearinsäure \(\ce{C_18H_36O_2}\)
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
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Eisen(III)-chlorid
\(\ce{FeCl_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H318: Verursacht schwere Augenschäden.
P280: Augenschutz/Gesichtsschutz tragen P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Mund ausspülen. P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305+P351+P338+P310: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
Salicylsäure
\(\ce{C_7H_6O_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung GHS08 - Systemische Gesundheitsgefährdungen
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P330+P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
Stearinsäure
\(\ce{C_18H_36O_2}\)
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.

Produkte

Stoffname Summenformel Gefahrenhinweise
Stearinsäure \(\ce{C_18H_36O_2}\)
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
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Eisen(III)-chlorid \(\ce{FeCl_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H318: Verursacht schwere Augenschäden.
P280: Augenschutz/Gesichtsschutz tragen P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Mund ausspülen. P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305+P351+P338+P310: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
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Stearinsäure
\(\ce{C_18H_36O_2}\)
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
Kein gefährlicher Stoff nach GHS.
Eisen(III)-chlorid
\(\ce{FeCl_3}\)
GHS05 - Ätzend etc. Kat. 1 GHS07 - Giftig Kat. 4 (Gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H318: Verursacht schwere Augenschäden.
P280: Augenschutz/Gesichtsschutz tragen P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Mund ausspülen. P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305+P351+P338+P310: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

Versuchsdurchführung/Aufbau

  1. Stelle zwei Reagenzgläser in einen Reagenzglasständer (Abb. 2.1).
  2. Gib mit einem Spatel eine Spatelspitze Salicylsäure in das erste Reagenzglas (Abb. 2.2) und eine Spatelspitze Stearinsäure in das zweite Reagenzglas (Abb. 2.3).
  3. Füge in beide Reagenzgläser mit einer Pipette 10 Tropfen Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung hinzu (Abb. 2.4).

Entsorgung: Entsorge die entstandenen Lösungen im Behälter für Schwermetallabfälle.

Aufgabe
Aufgabe

Führe das Experiment durch und notiere deine Beobachtung.

Lösung

CC-BY-NC 4.0 / Joachim Herz Stiftung; Hanne Rautenstrauch
Abb. 4 Versuchsergebnis
 

Beobachtung

  1. Bei der Zugabe der Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung zur Salicylsäure ist ein Farbumschlag nach lila zu erkennen (Abb. 4 links).
  2. Die Lösung im zweiten Reagenzglas ist nach der Zugabe der Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung zur Stearinsäure gelblich (Abb. 4 rechts).

Ergebnis

  1. Salicylsäure kann mit Hilfe von Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung  qualitativ nachgewiesen werden. Es bildet sich ein Tris-Salicylat-Eisen(III)-Komplex, welcher lila/violett erscheint (Abb. 5). Der Nachweis ist jedoch nicht spezifisch. Das bedeutet, dass es auch bestimmte andere Stoffe gibt, wie beispielsweise Ketoester, welche ebenfalls einen lilafarbenen Komplex bilden.
  2. Die Stearinsäure ist genauso wie die Salicylsäure eine Carbonsäure, bei der dieser Nachweis jedoch negativ ausfällt. Die gelbliche Färbung in Reagenzglas 2 nach Zugabe der Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung ist auf die gelbliche Farbe der Eisen\(\ce{(III)}\)-chlorid-Lösung zurückzuführen.
CC-BY-NC 4.0 / Joachim Herz Stiftung; Jan Cardell
Abb. 5 Reaktionsgleichung zur Bildung des violett aussehenden Tris-Salicylat-Eisen(III)-Komplex